Verein Sporthalle Oerlikon

Projekt Stadt Zürich

Die Stadt Zürich plant in Oerlikon neben dem Messegelände den Bau eines neuen Hallenbades. Das wird vom «Verein Sporthalle Oerlikon» nicht in Frage gestellt. Der Verein engagiert sich vielmehr dafür, dass für die Südseite des Areals eine sinnvolle Lösung gefunden wird. Dort soll nach den Plänen der Stadt das bestehende Hallenbad, ein kaum 50-jähriges Gebäude, abgerissen werden, wenn das neue fertiggestellt ist. 80 Bäume sollen gefällt und eine wunderschöne Parklandschaft eingeebnet werden. Aus einer grünen Lunge mit reicher Biodiversität würde eine Hitzeinsel. Und das alles, um zwei Fussballfelder, davon ein Kunstrasenfeld, und ein Garderobengebäude zu errichten. Im Vergleich zum «Projekt Sporthalle», der Umnutzung des bestehenden Hallenbades zu einer Sporthalle, ergäben sich mit dem städtischen Projekt kaum mehr Nutzungsstunden für den Fussball – erkauft durch massive Umweltschäden und den Verlust eines preisgekrönten Gebäudes.


Das Projekt der Stadt wurde im September 2025 an der Urne gutgeheissen. Die Pläne für das alte Hallenbad und dessen Umgebung waren jedoch im Vorfeld der Abstimmung nie Gegenstand der öffentlichen Diskussion. Die städtischen Informationen konzentrierten sich fast ausschliesslich auf den Bau des neuen Hallenbades. Das neue Hallenbad dürfte realistischerweise frühestens Mitte der Dreissigerjahre fertiggestellt werden. Damit bleibt genügend Zeit, die Pläne für das bestehende Hallenbad und seine Umgebung zu überdenken und anzupassen. Den Anstoss dazu können der Stadtrat, der Gemeinderat oder die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger geben.